Teckel - Dackel oder Dachshund

 

Rassebeschreibung

Die Geschichte des Dachshundes reicht weit zurück. Darstellungen aus dem Mittelalter zeigen dem Dackel ähnliche Hunde bei der Jagd, für die er ursprünglich gezüchtet wurde. In der Jagdliteratur aus dem 16. bis 18. Jahrhundert sind für diese Hunde viele Namen, die auf ihren Einsatz hindeuten, überliefert: wie z.B. Erdhündle, Dachskrieger, Dachsschliefer u.s.w.. Diese Hunde hatten allerdings ein Aussehen, das unserem heutigen Teckel wenig entsprach. Jedoch ist der Ursprung des Teckels dort zu suchen, denn als Urvater der Teckel wird der schwarz/rote Kurzhaarteckel bezeichnet und durch Einkreuzungen anderer Jagdhunderassen entstanden unsere heutigen Teckel. So wurde z.B. beim Kurzhaar die niederläufige rote Bracke; beim Rauhhaar der Schnauzer und Terrier und beim Langhaar der Wachel, Spaniel und Setter eingekreuzt.
Als Klaus Graf Hahn und Premierleutnant Emil Ilgner im Jahre 1888 in Berlin den Entschluss fassten, einen Teckelklub zu gründen, war es ihr Wunsch, einen Teckel mit jagdlicher Leistung und Schönheit zu züchten. An dieser Prämisse hat sich bis heute nichts geändert, was auch die Satzung des Deutschen Teckelklub (DTK) widerspiegelt: "Der DTK fördert alle Bestrebungen, den Teckel mit einem formvollendeten Körper zu züchten, sein ursprüngliches Wesen zu erhalten, seine jagdlichen Anlagen zu wahren und zu fördern, im Sinne der Waidgerechtigkeit und des Tierschutzes gegenüber unseren Wildarten".
Das Erscheinungsbild des Teckels ist eine niedrige, langgestreckte und muskulöse Gestalt mit herausforderndeer Kopfhaltung. Der Bodenabstand soll etwa ein Drittel der Widerristhöhe betragen. Der Teckel soll im Wesen freundlich mit ausgeglichenem Temperament sein, sowie ein passionierter, ausdauernder und feinnasiger Jagdgebrauchshund mit robuster Gesundheit. (Weitere Einzelheiten zum Zuchtziel sind dem Standard zu entnehmen.)

Besondere Rasseeigenschaften sind Arbeiten unter der Erde, Spurlaut, Schweißarbeit und Stöbern. Außerdem sind die für die jagdliche Verwendung des Teckels erforderlichen Abrichtungsfächer von Bedeutung.
Die Prüfungen haben den Zweck, die jagdlichen Anlagen und Leistungen des Teckels, des kleinsten Jagdgebrauchshundes, nach den Regeln waidgerechter Jagd festzustellen, zu werten und zu pflegen. Die hierbei gezeigten Leistungen werden zuchtbuchmäßig erfasst, um den Züchtern die Auslese für die Jagdgebrauchsteckelzucht zu erleichtern.